Lange hatten wir auf das erste Saisonspiel gewartet und auch lange vorher hatten die Diskussionen und Spekulationen begonnen, in welcher Verfassung und mit welcher Stärke sich der Gegner und vor allem auch wir selbst uns präsentieren würden. Schon in den ersten Minuten zeigte sich, dass die Geschwindigkeit des Spiels auch nach so langer Spielabstinenz unverändert hoch war. Bochum gab ein hohes Tempo vor und begann ohne zu zögern heftig Druck zu machen.
Viel zu lange hatten wir nicht mehr gegen die Ramser gespielt. Wir konnten sie überhaupt nicht einschätzen. Waren sie immer noch die gleichen harten Gegnerinnen, gegen die wir mal gewannen, mal nicht? Waren sie stärker geworden? Würden wir eine Chance haben? Mit der entsprechenden Spannung und einer guten Portion Kampfgeist begannen die ersten Minuten der Partie.
Das Rückspiel gegen die Damen aus Duisburg begann voller Elan und aussichtsreich. Aber das sollte nur die ersten zehn Minuten so bleiben. Wir schossen gleich mal eben vier Tore, aber dann überschwappte die totale Flaute das Spielgeschehen. So richtig zu erklären vermochte das keine, aber das die irgendwie schlechte Gesamtstimmung an diese Sonntag da ihre Finger im Spiel hatte, stand wohl außer Frage.
Das erste Spiel gegen Hamburg in dieser Saison war gekommen und wieder stellte sich die Frage, wie wir uns gegen diesen wohl bekannte Kontrahenten anstellen würden. Viel zu oft hatten wir katastrophale Leistungen hingelegt und noch öfter ein zunächst geführtes Spiel wieder aus der Hand gegeben.