Lange hatten wir auf das erste Saisonspiel gewartet und auch lange vorher hatten die Diskussionen und Spekulationen begonnen, in welcher Verfassung und mit welcher Stärke sich der Gegner und vor allem auch wir selbst uns präsentieren würden. Schon in den ersten Minuten zeigte sich, dass die Geschwindigkeit des Spiels auch nach so langer Spielabstinenz unverändert hoch war. Bochum gab ein hohes Tempo vor und begann ohne zu zögern heftig Druck zu machen.
Im ersten Drittel hielten wir nicht nur vom Tempo her Schritt, sondern konnten auch bei der Anzahl der Tore am Rivalen dran bleiben. Im zweiten Drittel allerdings flogen uns die Bälle nur so um die Ohren. Wir brachen zwar konditionell nicht ein und hatten durchaus so einige Torchancen, aber der Ball wollte ganz und gar nicht ins gegnerische Tor, sondern nur in unser eigenes. So war zunächst guter Rat teuer und manch einer mag das Spiel wohl schon haushoch verloren gesehen haben. Aber getreu der Weisheit, die man mir vor Spielbeginn mit auf den Weg gab: "Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren!", gab die Rakete noch mal ordentlich Schub und wir holten in 20 Minuten fünf Tore auf. Leider lagen wir so aber immer noch ein Tor zurück und die Zeit lief unglücklicher Weise gegen uns und für die völlig aus dem Spiel gebrachten Bochumerinnen, so dass wir am Ende knapp unterlagen.